UMTS Howto

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Die folgende Anleitung zur Konfiguration von UMTS/GPRS wurde mit

  • Debian/Etch beziehungsweise Ubuntu 8.04 und einer Qualcomm 3G CDMA Datenkarte auf einem IBM Thinkpad X41 sowie mit
  • Ubuntu 10.10 (Maverick) und einem 4G Systems XSStick P14

getestet.

Contents

System Konfiguration

Qualcomm 3G CDMA Datenkarte

  • Die Karte wird vom Standard Ubuntu Kernel automatisch erkannt. Möchte man jedoch lieber einen selbstkombilierten Kernel verwenden, so sind folgende Optionen zu aktivieren (getestet mit Linux 2.6.26.5):
    • Modem Driver (Qualcomm 3G CDMA): Ich habe mich mit dem Modem lange gespielt, bis ich schlussendlich draufgekommen bin, dass man, obwohl mein Laptop über UHCI HCD support verfügt, für diese Karte auch OHCI HCD support aktivieren muss.
 Device Drivers ->
   PCCard (PCMCIA/CardBus) support ->
     <M> CardBus yenta-compatible bridge support
   USB Support ->
      [M] EHCI HCD (USB 2.0) support
      [M] OHCI HCD support
      [M] UHCI HCD (most Intel and VIA) support)
      <M> USB Serial Converter support ->
         [*] USB Generic Serial Driver
         <M> USB driver for GSM and CDMA modems
    • Support für das point-to-point Protokoll (PPP)
  Device Drivers ->
    [*] Network device support ->
      <M> PPP (point-to-point protocol) support
      <M> PPP support for async serial ports
      <M> PPP Deflate compression
      <M> PPP BSD-Compress compression

4G Systems XSStick P14 und XSStick W14

Die folgende Anleitung wurde mit einem XSStick P14 ausprobiert. Laut Hersteller handelt es sich bei diesem um eine optimierte Version des XSSticks W14, sodass die Anleitung auch mit dem W14 funktionieren sollte.

Damit die Karte richtig erkannt wird, ist es notwendig usb-modeswitch zu installieren:

 sudo aptitude install usb-modeswitch

Anschließend erkennt das System die Karte, ohne dass weitere Modifikationen notwendig wären. Bei einer Standard-Ubuntu 10.10 (Maverick) Installation funktioniert die Karte problemlos und die Verbindung kann direkt mit dem NetzworkManager aufgebaut werden.

Die Einstellungenf ür gnome-ppp sind somit optional und nur interessant, wenn man lieber dieses verwenden möchte.

Installation von gnome-ppp

Gnome-ppp mittels

 sudo aptitude install gnome-ppp

installieren.


PIN Abfrage

In den meisten Fällen muss die Datenkarte vor der Verwendung freigeschalten werden. Dies kann zum Beispiel durch folgendes Skript erfolgen (die vier Fragezeichen sind durch den korrekten PIN zu ersetzen):

 #!/bin/sh
 echo "AT+CPIN=????" > /dev/ttyUSB0

Möchte man sich diesen Schritt ersparen, so kann man den PIN für die Karte auch wie folgt deaktivieren:

 echo AT+CLCK="SC",0,"????" > /dev/ttyUSB0

beziehungsweise mit

  echo AT+CLCK="SC",1,"????" > /dev/ttyUSB0

wieder aktivieren.

Ob es funktioniert hat, kann man mittels eines Terminalprogramms wie zum Beispiel minicom, komport (KDE) oder gtkterm und folgendem Befehl überprüfen:

 AT+CPIN?

Lautet die Rückmeldung READY so ist die Karte betriebsbereit, bei SIM PIN ist die Karte noch gesperrt und die Eingabe des korrekten PINs erforderlich.

Wesentlich ausführlichere Informationen zur Konfiguration des Modems findet ihr im entsprechendem Gentoo Linux wiki.

Konfiguration von gnome-ppp

Im nächsten Schritt kann man gnome-ppp konfigurieren.

Die Einstellungen für T-Mobile lauten:

 Benutzername : t-mobile
 Passwort     : tm
 Telefonnummer: *99#

Weiters sind im Konfigurationsdialog folgende Einstellungen vorzunehmen:

 Modem:
   Device    : /dev/ttyUSB3  (im Zweifelsfall kann gnome-ppp das Device mittels Detect automatisch detektieren)
   Type      : USB Modem
   Speed     : 460800
   Phone Line: Tone
 Init Strings:
   Init 1   : ATQ0 V1 E1 S0=0 &C1 &D2 +FCLASS=0
   Init 2   : AT+cgdcont=1,"IP","business.gprsinternet"
 Networking:
    Dynamic IP address
    Automatic DNS
 Options:
    Check carrier line
    Check default route
    Ignore terminal strings (stupid mode)
 Alle anderen Optionen sind deaktiviert (siehe Screenshot).

Gnome-ppp-options.png

Einstellungen für andere Provider

Die folgenden Konfigurationen stammen ursprünglich aus dem Gentoo Wiki. Bei mir funktioniert gesichert die Konfiguration für T-Mobile und YESSS.


Zugangsdaten für T-MOBILE

 Init 2: +cgdcont=1,"IP","gprsinternet" oder 
         +cgdcont=1,"IP","business.gprsinternet"
 User: t-mobile
 Pass: tm
 Nummer: *99#

Zugangsdaten für YESSS

 Init 2: at+cgdcont=1,"IP","web.yesss.at"
 User: leer oder beliebig
 Pass: leer oder beliebig
 Nummer: *99#

Zugangsdaten für A1

 Init 2: at+cgdcont=1,"IP","A1.net"
 User: ppp@aplus.at oder ppp@a1plus.at
 Pass: ppp
 Nummer: *99#

Zugangsdaten für Bob

 Init 2: at+cgdcont=1,"IP","bob.at"
 User: data@bob.at
 Pass: ppp
 Nummer: *99#

Zugangsdaten für ONE

 Init 2: at+cgdcont=1,"ip","web.one.at" oder at+cgdcont=1,"ip","fullspeed"
 User: web
 Pass: web
 Nummer: *99# oder *98#


Zugangsdaten für TELERING

 Init 2: at+cgdcont=1,"IP","WEB","0.0.0.0",0,0
 User: web@telering.at
 Pass: web
 Nummer: *99#

Troubleshooting

  • Wurde das Device korrekt erkannt (/var/log/kern.log), überprüfen ob /dev/ttyUSB0 existiert.
  • Benutzerrechte: der Benutzer muss Mitglied in den Gruppen dialout und dip sein. Notfalls kann man gnome-ppp auch als root starten, um diesen Fehler auszuschließen.
  • Es empfiehlt sich auf alle Fälle zu überprüfen, ob die Karte auch wirklich freigeschalten wurde (siehe oben; ich habe eine ganze Nacht mit einer angeblich entsperrten Karte verbracht). Der entsprechende Fehler tritt nämlich erst nach Aufbau der Verbindung auf:
 Sep 16 22:32:19 miho pppd[5330]: pppd 2.4.4 started by albert, uid 1000
 Sep 16 22:32:19 miho pppd[5330]: Using interface ppp0
 Sep 16 22:32:19 miho pppd[5330]: Connect: ppp0 <--> /dev/ttyUSB0
 Sep 16 22:32:19 miho pppd[5330]: CHAP authentication succeeded
 Sep 16 22:32:19 miho pppd[5330]: CHAP authentication succeeded
 Sep 16 22:32:19 miho pppd[5330]: Modem hangup
 Sep 16 22:32:19 miho pppd[5330]: Connection terminated.

Referenzen

Personal tools